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»AntiRostler« besuchten die Firma SWB Gütersloh


Die ehrenamtlichen Senioren-Helfer stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen 
und suchen neue Mitarbeiter …

Artikel vom 29. 12. 2018
»AntiRostler« besuchten die Firma SWB Gütersloh
Die »AntiRostler« mit Carsten Schmedthenke (Mitte) und Jörg Schmedthenke (Vierter von rechs)
Auf Einladung von Dipl.-Ing. Jörg Schmedthenke und Carsten Schmedthenke, Inhaber des Familienunternehmens SWB Schmedthenke Werkzeugbau GmbH, besuchten die »AntiRostler« die Gütersloher Werkzeugbaufirma und erfuhren dort Erstaunliches.

Das Kerngeschäft von SWB ist die Fertigung von Stanz- und Umformwerkzeugen für die Blechverarbeitung der Automobilindustrie. Die Werkzeuge werden auf einer Produktionsfläche von insgesamt 5.600 Quadratmetern am Lupinenweg in Gütersloh hergestellt. Stellt man sich die Formung einer PKW-Motorhaube vor, so kann man sich ein Bild von den Dimensionen der Werkzeuge machen.

Beim Rundgang durch die Fertigungshallen staunten die Senioren von AntiRost nicht schlecht über die gigantischen Bearbeitungsmaschinen. Die größte Fräsmaschine im Hause SWB misst eine Länge von 19 Metern und ist mit bis zu 100 Tonnen Stückgewicht belastbar. Bei der Bearbeitung der Werkstücke werden trotz der Größe der Werkzeuge Genauigkeiten von bis zu Einhundertstel mm erreicht.

Die Erfahrungen der Konstrukteure werden in die Entwicklung der Werkzeuge für die späteren Formteile mit eingebracht: in enger Zusammenarbeit mit den Abnehmern entstehen optimale Fertigungslösungen. Bevor ein Werkzeug ausgeliefert wird, erfolgen ausgiebige Versuche, für die eigens eine 1.600-Tonnen-Presse zum Einarbeiten und Erproben der Werkzeuge angeschafft wurde.

Seit Gründung vor 25 Jahren hat die Firma ein rasantes Wachstum erlebt: die Mitarbeiterzahl wuchs von anfangs 13 auf jetzt knapp 90 Mitarbeiter. 
Die »AntiRostler«, die als Maschinenbauer, Schlosser, Anlagenentwickler, Werkzeugmechaniker, Ingenieure, aber auch in benachbarten Sparten in ihrem aktiven Berufsleben tätig waren und früher zum Teil mit Werkzeugen dieser Präzision zu tun hatten, konnten die Leistung der Werkzeugmacher durchaus einschätzen, wobei sie jedoch staunten über die Entwicklung, die in der Zeit seit ihrer aktiven Tätigkeit stattgefunden hat. Nicht zuletzt darüber, in welchem Umfang die Digitalisierung der Fertigungsgänge einen beachtenswerten Schub an Präzision und Arbeitserleichterung, aber auch an Anforderung an die Maschinenbediener, gebracht hat.

Großen Wert legen die Unternehmer auf eine profunde Ausbildung, um eigenes Fachpersonal zu rekrutieren.

Die Möglichkeit, ein heimisches Fachunternehmen mit überregionaler Bedeutung zu besuchen, war für die AntiRostler eine willkommene Abwechslung zur ehrenamtlichen Tätigkeit. Ihre selbst gewählte Aufgabe sehen sie darin, Gütersloher Seniorinnen und Senioren zur Seite zu stehen, wenn es um Probleme im Alltagsleben geht, die früher oft die eigenen Kinder oder Nachbarn erledigten. So übernehmen sie – in ca. 600 Einsätzen pro Jahr – Arbeiten, für die man einen Handwerker nicht bemühen kann, wie: Verstopfungen in Küche und Bad beseitigen, Leiterarbeiten, wie Gardinen aufhängen, aber auch Fernseher einrichten, Anträge ausfüllen, Regale aufhängen, zur Behörde begleiten. Die Arbeitszeit leisten sie kostenlos, lediglich für die persönlichen Aufwendungen, Benzin, Werkzeug, Telefon berechnen sie fünf Euro pro Besuch.

Die Arbeit macht den 14 »AntiRostlern« viel Freude, denn es befriedigt, wenn man ältere Mitbürger von kleinen Unannehmlichkeiten befreien kann und deren Freude über die Erleichterungen erlebt. Und für ihr Engagement suchen sie weitere Helfer: rüstige Rentner mit Erfahrung in handwerklichen Berufen, die einen Teil ihrer freien Zeit älteren Senioren widmen wollen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Am Ende des Rundgangs durch die Fertigungshallen von SWB bedankten sich die »AntiRostler« herzlich für den Einblick in die Fortschritte ihrer ehemaligen Berufsfelder.

Wer interessiert ist, bei »AntiRost« mitzuarbeiten, kann Kontakt
aufnehmen unter Telefon (05241) 2189161.

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