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Zeit der Tannenbäume beginnt: Regionalität bleibt gefragt


Dürresommer: Ausfälle bis zu 100 Prozent bei Neuanpflanzungen …

Artikel vom 26. 11. 2018
Zeit der Tannenbäume beginnt: Regionalität bleibt gefragt
Der Tannenbaum aus der Region bleibt gefragt. Die Nordmanntanne ist nach wie vor mit einem Marktanteil von etwa 70 Prozent der beliebteste Baum. Dürresommer: Bei Neuanpflanzungen aus dem Frühjahr 2018 gibt es Ausfälle von bis zu 100 Prozent, sie machen komplette Neupflanzungen nötig.
Gütersloh /wlv (Re) Die Adventszeit naht und damit auch die Weihnachtsbaumsaison. Die Nordmanntanne bleibt mit einem Marktanteil von etwa 70 Prozent auch in diesem Jahr der beliebteste Baum, gefolgt von Blaufichte, Rotfichte und Nobilistanne, teilt der Landwirtschaftliche Kreisverband Gütersloh mit. Die verkaufsfähigen Weihnachtsbäume haben trotz der extremen Trockenheit wenig Schaden genommen. Dagegen sind viele neu gepflanzte Kulturen gänzlich vertrocknet«, erläutert der Vorsitzende Adreas Westermeyer. Bei den Neuanpflanzungen aus dem Frühjahr 2018 gibt es Ausfälle von bis zu 100 Prozent, sie machen komplette Neupflanzungen nötig.

Mit leichten Erhöhungen bleiben die Preise in diesem Jahr weitestgehend stabil. Sie steigen bei der Nordmanntanne geringfügig um 50 Cent bis einen Euro je laufender Meter. Die Gründe: Die gleichbleibend hohe Nachfrage nach 27 Millionen Weihnachtsbäumen bei leicht sinkendem Angebot. Die Nordmanntanne liegt in A-Qualität zwischen 18 und 24 Euro je laufendem Meter. Mit zehn bis 16 Euro je laufendem Meter und sechs bis zehn Euro je laufendem Meter sind die Preise für Blau- bzw. Rotfichte wie gewohnt etwas niedriger. B-Qualitäten haben einen Abschlag, dies erklärt die Lokangebote.

Regionalität bleibt gefragt

Die anhaltende Nachfrage nach dem Christbaum aus der Region gilt nach Einschätzung des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger auch für die diesjährige Saison. Der Importanteil gehe dagegen zurück und betrage in diesem Jahr weniger als zehn Prozent. Der Verbraucher frage eher kleinere Christbäume zwischen 1,5 und 1,75 Metern nach, habe aber hohe Ansprüche an deren Form und Qualität.

Seltene Vögel brüten in Christbäumen

Weihnachtsbaumkulturen sind ökologisch betrachtet besser als ihr Ruf und haben einen hohen Wert als Lebensraum für gefährdete Vogelarten. Im Vergleich zu anderen Landnutzungstypen weisen sie gemeinsam mit Windwurfflächen die größte Vielfalt und die höchsten Dichten gefährdeter Brutvogelarten auf. Zu diesem Analyseergebnis kam die Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer. Untersucht wurden 18.000 Hektar Weihnachtsbaumkulturen in Europas größtem Produktionsgebiet, dem Sauerland. Die Analyse NRW aus im Jahre 2017 bestätigt hohe Vorkommnisse der »Rote-Liste-Arten« Baumpieper, Bluthänfling, Fitis, Goldammer und Heidelerche. Fachlich und finanziell wurde die Untersuchung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

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