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Kammermusik im Salon Gütersloh


Schumann entdeckt Schubert/Stille trifft Empfindungen …

Artikel vom 14. 9. 2018
Kammermusik im Salon Gütersloh
Prof. Dr. Piotr Oczkowski wird sich im Kammermusik Salon Gütersloh gleich zwei monumentalen Werken der Klavierliteratur widmen.
Gütersloh (gpr). In der Tradition der musikalischen Salons bietet die Volkshochschule Gütersloh am Sonntag, 30. September, um 17 Uhr in der historischen Aula wieder Kammermusik in künstlerischer Meisterschaft. In enger Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold steht im Rahmen dieser Konzertreihe Klaviermusik mit Piotr Oczkowski auf dem Programm. Der Pianist widmet sich gleich zwei monumentalen Werken der Klavierliteratur: Schuberts letzte Klaviersonate in B-Dur D 960 und Schumanns Kreisleriana op. 16.

Die Werke liegen in Ihrer Entstehung zehn Jahre auseinander, dennoch wurden sie fast zeitgleich veröffentlicht. Die B-Dur Sonate gehört zusammen mit den Schwestern-Sonaten in C-Moll und in A-Dur zu Schuberts letzten Werken überhaupt, vollendet mit 31 Jahren, knapp zwei Monate vor seinem Tod 1828. Die B-Dur Sonate ist ein Werk von enormen Ausmaßen und mit schwindelerregenden Tiefen. Schon seit langem mutet sie den Zuhörern wie eine sozusagen vorgezogene Botschaft aus dem Jenseits an, und es ist vor allem der tiefe Triller, der diese jenseitige Atmosphäre schafft und zum Symbol des Unheimlichen wird. Beim Nachsinnen über die Eröffnungstakte kann man sich einen weiten Horizont, ein ruhiges Meer und unendliche Stille vorstellen.

Die Kreisleriana (op. 16) sind ein 1838 komponierter Klavierzyklus von Robert Schumann, der als ein Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur gilt. Den Namen »Kreisleriana« wählte Schumann in Anlehnung an die von E. T. A. Hoffmann kreierte fiktive Figur des Kapellmeisters Kreisler aus den Erzählungen Kreisleriana, der Novelle »Der goldne Topf« und dem unvollendeten Roman »Lebensansichten des Katers Murr«. Schumann sah hierin den Inbegriff romantischen Künstlertums und hielt den Zyklus »Kreisleriana« für die beste seiner Klavierkompositionen.

Mit diesen Werken entfaltet der aus Polen stammende Oczkowski das ganze Spektrum menschlicher Gefühle und berührt die Zuhörer mit einem Reichtum an Empfindungen. Bereits mit elf Jahren debütierte der Pianist als Solist des Haydns Klavierkonzert D-Dur und dem Symphonischen Orchester Maracaibo. Oczkowski ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, unter anderem des Teresa-Carreno-Wettbewerbs.

Karten sind im Vorverkauf bei der Volkshochschule Gütersloh und auch an der Abendkasse erhältlich.

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