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Bastian Bielendorfer, »Lustig aber wahr!«


Perücken aufziehen, in Rollen schlüpfen oder Witze erzählen braucht Bastian Bielendorfer nicht, denn sein Programm ist »Lustig, aber wahr!« …

Artikel vom 4. 9. 2018
Bastian Bielendorfer, »Lustig aber wahr!«
Foto: Bastian Bielendorfer
Perücken aufziehen, in Rollen schlüpfen oder Witze erzählen braucht Bastian Bielendorfer nicht, denn sein Programm ist »Lustig, aber wahr!«

Nach seinem ersten Soloprogramm »Das Leben ist kein Pausenhof«, mit dem er bundesweit zehntausenden Zuschauern Lachtränen in die Augen trieb, kehrt Bielendorfer nun mit seinem zweiten Programm »Lustig, aber wahr!«, das die Schraube des privaten Wahnsinns noch einen Tacken weiterdreht, zurück. Denn wo andere Komiker nur Witze machen, bohrt Bielendorfer tief im eigenen Leben als kinderloser Mopsbesitzer Mitte 30, der das einzige studiert hat, was man in seiner Familie noch mehr braucht als Lehramt: Psychologie.

Bielendorfer erzählt von einer Lehrerkindheit unter dem permanenten Rotstift, mit einem Vater, der zwar streng, aber ungerecht war und bis heute ein nicht enden wollender Quell von Absurditäten ist, von seinem Waldorf-Neffen Ludger, der immer eine selbstgehäkelte Kappe aus Lamaschamhaar auf dem Kopf hat und von seiner Frau Nadja, die ihn täglich rettet, meist vor sich selbst...

Aber auch abseits seiner Familie zerpflückt Bielendorfer den Alltag – er erzählt davon, warum moderne Spielplätze Orte des Horrors sind, wie man allein im Amazonas überlebt und wie es sich anfühlt, der Justin Bieber von Gelsenkirchen zu sein.

Bastian Bielendorfer: Wahnsinnig komisch, unglaublich authentisch, also einfach »Lustig, aber wahr!«

Bielendorfers Lebens- und Leidensgeschichte ist auch ohne erfundene Stories verrückt genug:

Aufgewachsen in einer Lehrerdynastie im tiefsten Ruhrpott, selbst Lehramt studiert und selbst abgebrochen, dann Kandidat bei »Wer wird Millionär?«. Den Pädagogenvater als Telefonjoker für die 8.000 Euro Frage angerufen, der diese natürlich sofort richtig beantwortete und 9 Millionen RTL-Zuschauern gleich noch mitteilte, der Junge müsse adoptiert sein, wenn er wirklich bei solch lächerlichen Summen schon seine Hilfe bräuchte.

Seine Kindheit packte Bielendorfer in seinen ersten Bestseller »»Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof««, der 2012 das meistverkaufte Sachbuch des Jahres wurde und schrieb noch drei weitere Bücher, die ebenfalls allesamt Bestseller waren.

Mittwoch, 20. März 2019, 20 Uhr, Bielefeld Stadthalle

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