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Essen als Therapie


Positive Erfahrungen mit Ernährungsmanagement im Sankt-Elisabeth-Hospital …

Artikel vom 26. 7. 2018
Essen als Therapie
Fachübergreifendes Team (von links): Ernährungsmedizinerin Dr. Claudia Schröder-Böwingloh, Assistenzärztin Dr. Alexandra Schuller, Chefarzt PD Dr. Oliver Al-Taie, Diätassistentin Tanja Höhn und Koch Nikolaus Allegro Varchetta kümmern sich im Sankt Elisabeth Hospital um Patienten mit einer Mangelernährung.
Gütersloh (seh). Eine gesunde und ausreichende Ernährung ist wichtig für den Erhalt der Gesundheit und für eine erfolgreiche Behandlung bei zahlreichen Erkrankungen. Eine besondere Herausforderung ist es daher, wenn ein Patient unter Mangelernährung leidet. Das Sankt-Elisabeth-Hospital hat die Behandlung dieser Patienten vor einiger Zeit in den Fokus gerückt und macht seither positive Erfahrungen. Denn: »Wird bei einem Patienten eine Mangelernährung festgestellt und therapiert, beeinflusst das den Krankheitsverlauf und Genesungsprozess positiv«, betont PD Dr. Oliver Al-Taie, Chefarzt der Medizinischen Klinik.

Vor rund drei Jahren fand eine erste Auftaktveranstaltung statt, mittlerweile ist ein strukturiertes ernährungsmedizinisches Behandlungskonzept für Patienten mit Mangelernährung auf fast allen Stationen im Gütersloher Sankt-Elisabeth-Hospital etabliert. »Wir haben das ernährungsmedizinische Angebot anfangs projektweise auf zwei Stationen implementiert«, so Chefarzt PD Dr. Oliver Al-Taie. Nach und nach sei es weiter ausgearbeitet und auf das gesamte Haus erweitert worden.

Jeder Patient wird bei der Aufnahme in das Sankt Elisabeth Hospital durch die Pflegekräfte hinsichtlich einer möglichen Mangelernährung begutachtet. Dieses so genannte »Vorscreening« berücksichtigt den Body-Maß-Index, den Gewichtsverlust in den vergangenen drei Monaten, die Nahrungszufuhr sowie die aktuellen Erkrankungen des Patienten. »Wir nehmen am Tag bis zu 20 neue Patienten auf, bei denen das Vorscreening auf eine Mangelernährung hindeutet«, beziffert Diätassistentin Tanja Höhn den aktuellen Bedarf. Diese werden dann durch eine geschulte Diätberaterin weitergehend untersucht, um eine Mangelernährung sicher festzustellen oder auszuschließen.

Für jeden Patienten mit Mangelernährung wird eine individuelle, an seinen Ernährungszustand angepasste Therapie ausgearbeitet. Dabei wird genau ermittelt, was das Problem bei der Nahrungsaufnahme ist: Hat der Patient beispielsweise keinen Appetit oder bestehen Nahrungsunverträglichkeiten? Die individuellen Maßnahmen reichen von der Verordnung energieangereicherter Nahrung durch zusätzliches Eiweißpulver bis hin zu Nahrungsergänzungen wie kalorienreiche Shakes oder Snacks. »Die hochkalorischen Shakes werden vor Ort in der krankenhauseigenen Küche in verschiedenen Geschmacksrichtungen hergestellt und von den Patienten sehr gut angenommen«, ergänzt Ernährungsmedizinerin Dr. oec. troph. Claudia Schröder-Böwingloh. Auch die Sonden-Ernährung oder eine venöse Ernährung können bei Bedarf ärztlich verordnet werden.

Anhand von täglichen Tellerprotokollen, regelmäßigen Gewichtskontrollen sowie im persönlichen Gespräch zwischen den ernährungsmedizinischen Beraterinnen und den Patienten werden die Fortschritte festgehalten. »Die Patienten merken schnell, dass es jemanden gibt, der sich um sie kümmert«, berichtet Dr. Claudia Schröder-Böwingloh von ihren Erfahrungen. Zusammen mit Tanja Höhn ist sie auf den Stationen vor Ort, sodass bei Bedarf Maßnahmen an die aktuelle Situation angepasst werden können, ohne Zeit zu verlieren. Dabei sind eine gute Kommunikation zwischen den Pflegekräften, den Ernährungsmedizinern, den Fach- und Chefärzten sowie ein enger Austausch mit den Mitarbeitern der Küche von besonderer Bedeutung.

Aufgrund der kurzen Liegezeiten lässt sich die Mangelernährung in der Regel nicht allein während des stationären Aufenthaltes umfänglich therapieren. »Uns ist es wichtig, dass unser Konzept nicht mit dem Krankenhausaufenthalt endet, sondern dass wir ein nachhaltiges Konzept mit Weiterbehandlungsmöglichkeiten anbieten«, unterstreicht PD Dr. Oliver Al-Taie. Dank der Anbindung der ernährungsmedizinischen Praxis von Dr. Claudia Schröder-Böwingloh im Elisabeth-Carrée ist eine ambulante Weiterbehandlung mit kurzen Wegen möglich.

Info

Unter- und Mangelernährung im Krankenhaus ist ein häufiges und zunehmendes Problem: Etwa 25 Prozent aller Krankenhauspatienten leiden darunter. Es betrifft oftmals ältere Menschen, die aufgrund einer anderen Erkrankung stationär behandelt werden. Aber auch Patienten mit einer Tumorerkrankung, COPD, Morbus Crohn oder anderen schwerwiegenden Erkrankungen können aufgrund ihrer aktuellen Situation unter einer Mangelernährung leiden.

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