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Folgen des Diabetes mellitus interdisziplinär behandeln


Sechstes. Diabetessymposium im Klinikum Gütersloh stellt fachübergreifende Betrachtung der Volkskrankheit in den Fokus …

Artikel vom 9. 7. 2018
Folgen des Diabetes mellitus interdisziplinär behandeln
Betrachteten das Thema Diabetes aus verschiedenen Blickwinkeln (von links): Prof. Dr. Manfred Schedlowski (Universitätsklinikum Essen), PD Dr. Matthias Kapischke (Klinikum Gütersloh), Dr. Michaela Müller-Rösel (Internistin und Diabetologin im Klinikum Gütersloh und Initiatorin des Symposiums), Rainer Venz (Coventya International GmbH) und Dr. Stefan Kopf (Universitätsklinikum Heidelberg)
Gütersloh (kgp). Das Leben mit Diabetes ist eine tägliche Herausforderung – für Betroffene und Angehörige, aber auch für die behandelnden Ärzte und Diabetesberater. Um die Fachleute der Region auf den aktuellen Stand der Diabetestherapie zu bringen und ihnen neue fachliche Impulse zu geben, findet jedes Jahr im Sommer das Diabetessymposium im Klinikum Gütersloh statt. Auch in diesem Jahr folgten mehr als 150 Ärzte und Diabetesberater der Einladung, um ihr Wissen durch interdisziplinäre Vorträge sowie im Gespräch mit anderen Fachleuten oder Ausstellern aus der Industrie zu erweitern.

Die Diabetologie ist ein echtes Querschnittsfach: »Diabetiker leiden meist an einer Reihe schwerwiegender Folgeerkrankungen, die ganz unterschiedliche Bereiche des Körpers betreffen können«, sagt Internistin und Diabetologin Dr. Michaela Müller-Rösel vom Klinikum Gütersloh, die das hochkarätige Symposium initiiert und moderiert hat. »Um der Vielschichtigkeit der Erkrankung gerecht zu werden, ist deshalb immer ein Blick über den Tellerrand der eigenen Fachdisziplin sinnvoll. Genau diese interdisziplinäre Betrachtungsweise möchten wir beim Diabetessymposium berücksichtigen.«

Aus diesem Grund standen auch beim sechsten Diabetessymposium wieder Vorträge aus verschiedenen Fachdisziplinen auf dem Programm. Prof. Dr. Andreas Holstein (Klinikum Lippe-Detmold) zeigte in seinem Vortrag die Auswirkungen von Hypoglykämien, also Unterzuckerungen, auf das Herz-Kreislauf-System auf. Anschließend referierte Dr. Sandra Schlüter (Diabetologische Schwerpunktpraxis Northeim) über aktuelle Entwicklungen in der Diabetestechnologie und stellte in diesem Zusammenhang unter anderem implantierbare Geräte zur kontinuierlichen Glukosemessung im Vergleich zur traditionellen Blutzuckermessung vor. Rainer Venz, Geschäftsführer der Coventya International GmbH aus Gütersloh, schilderte als betroffener Diabetespatient aus seiner Perspektive, wie er sein aktives Leben und den Diabetes managt und welche Herausforderungen ihm dabei insbesondere auf Dienstreisen ins Ausland begegnen. Prof. Dr. Manfred Schedlowski (Universitätsklinikum Essen) zeigte in seinem Vortrag den Einfluss der Psyche auf Erkrankungen auf und machte deutlich, dass beispielsweise die Qualität und Quantität von Arzt-Patient-Gesprächen einen großen Einfluss auf die Wirksamkeit von Medikamenten haben kann. »Diesen Placebo-Effekt sollte man gezielt nutzen, um die pharmakologische Behandlung zu optimieren«, so Prof. Dr. Schedlowski. Anschließend widmeten sich zwei Vorträge dem Einfluss von Diabetes auf bestimmte Organe: Dr. Stefan Kopf vom Universitätsklinikum Heidelberg machte deutlich, dass Diabetes Typ 2 ein Risikofaktor für verschiedenste Lungenerkrankungen sein kann. PD Dr. Elmar Jäckel (Medizinische Hochschule Hannover) referierte über aktuelle Erkenntnisse zum Verhältnis Diabetes und Leber. Er betonte dabei, dass rund zwei Drittel der Typ 2-Diabetes-Patienten an einer Fettleber leiden und die Leber auch »Mittäter« bei der Entwicklung eines Diabetes sei. Abschließend stellte Dr. Jens Kröger (Zentrum für Diabetologie Hamburg Bergedorf) die neuesten Daten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der American Diabetes Association (ADA) vor.

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