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»Botschafter« für Alphabetisierung tagten in Gütersloh


Lesen lernen am besten vor Ort, freiwillig und unverschult …

Artikel vom 5. 7. 2018
»Botschafter« für Alphabetisierung tagten in Gütersloh
Begrüßten das Engagement der Teilnehmer des Alphanetzes OWL, dass jetzt in Gütersloh tagte: (von links VHS-Leiterin Dr. Birgit Osterwald, Bürgermeister Henning Schulz, Heike Maschner vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und Tanja Bergmann, Koordinatorin des Alphanetzes NRW
Gütersloh (gpr). Wenn man Menschen erreichen will, die nicht lesen und schreiben können, kann man diese am ehesten ganz konkret, vor Ort treffen. »Dazu braucht man keine Unterrichtsräume, keine Lehrwerke, keine Bürokratie, sondern niedrigschwellige Angebote vor Ort, die freiwillig sind und kurzfristig weiterhelfen«, so Marion Döbert von der Volkshochschule Bielefeld, die beim regionalen Kompetenzkreis des Alphanetzes NRW am Mittwoch in der Volkshochschule Gütersloh referierte. Ihr Beitrag unter dem Titel »Alphabetisierung zwischen Alltagshilfe und Zertifikationserwerb« gab den 22 Vertreterinnen und Vertretern aus ganz unterschiedlichen Institutionen einen wichtigen Impuls für die Zukunft der Alphabetisierungsarbeit. Das regionale Alphanetz hatte sich bereits im Januar letzten Jahres als Zusammenarbeit der Volkshochschulen in OWL und weiteren Akteuren gegründet, um die Alphabetisierungsarbeit flächendeckend zu verstärken.

Als erfolgreiches Beispiel für eine Alphabetisierungsarbeit nannte Döbert die Schreibstube Regensdorf in der Schweiz, die Schreib- und Lesehilfe in deutscher Sprache bietet und beim Ausfüllen von Formularen, dem Schreiben von Lebensläufen und Bewerbungen unterstützt. Jeder der kommt, bekommt Hilfe. Akten werden nicht geführt. Als weiteres Beispiel eines niedrigschwelligen Angebotes nennt Döbert die Frankfurter Lese- und Schreibhilfe. Dieser Service sieht aus wie ein Ladenlokal und liegt direkt am Hauptbahnhof. Die Mitarbeiter decken zehn Sprachen ab. Beide Angebote setzen bei der unmittelbaren Alltagsbewältigung an und erreichen so die Menschen, die nicht lesen und schreiben können und vielleicht über einen konkreten Nutzen den Wunsch entwickeln, sich lese- und schreibkundig zu machen.

Weitere Themen des fünfstündigen Workshops waren die Lernwerkstatt in Natzungen, die von Thomas Küster vorgestellt wurde, sowie das Lesen, Schreiben und Rechnen in Mehrgenerationenhäusern. Dazu zeigte Johanna Thon auf, wie man niedrigschwellige Angebote für mehrere Generationen kreieren kann.

In Deutschland sind 7,5 Millionen Menschen von Alphabetisierungsproblemen betroffen. Heike Maschner, Referatsleiterin des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, sagte, dass die Zahlen unterstreichen würden, wie wichtig es sei, zu informieren und die Aktivitäten zu bündeln und immer wieder zu überlegen, wie man auf die Menschen zugehen könne. Dass es nicht leicht ist, Menschen mit Alphabetiserungsproblemen anzusprechen, diese Erfahrung hatten sowohl VHS-Leiterin Dr. Birgit Osterwald als auch Bürgermeister Henning Schulz und Bildungsdezernent Joachim Martensmeier gemacht, die vor Ort waren, als das Alphamobil im April in Gütersloh gastierte. »Das habe gezeigt, wie ideenreich und vielfältig die Hilfsangebote zur Alphabetisierung sein müssen, um die Menschen zu erreichen«, so Dr. Osterwald.

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