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13 Rapper, eine Meinung: Refugees welcome!


Das Format »GT:Rappt« ist schon seit vielen Jahren mehr als nur eine Videoproduktion für junge Rap-Künstler. GüterslohTV und das Magazin Carl fördern hier bewusst junge Menschen

Lesedauer 1 Minute, 44 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 14. Dezember 2015
13 Rapper, eine Meinung: Refugees welcome!

Stellvertretend für 13 Rapper aus Gütersloh und Umgebung: Der 21-jährige Rietberger »ALinguist« war beim Projekt »Refugees Welcome« von Bauteil5 und GüterslohTV beteiligt, Foto: Dominique Osea

Das Format »GT:Rappt« ist schon seit vielen Jahren mehr als nur eine Videoproduktion für junge Rap-Künstler. GüterslohTV und das Magazin Carl fördern hier bewusst junge Menschen, die ihre Gedanken in Texte und Beats verpacken und so einen teils völlig neuen Zugang zur Bewältigung von Alltagsproblemen erfahren.

Gemeinsam mit dem städtischen Jugendtreff »Bauteil5« und den Sozialpädagogen vor Ort gab es immer wieder ganz besondere Projekte und Themen, die aufgegriffen und vertont wurden. Vom eigenen Umgang mit Alltagsproblemen über den sprachlichen Ausdruck bis zum Besuch bekannter Rap-Größen, um Inspirationen zu bekommen, war vieles dabei. Oft war es der erste eigene Track, der es ins Video-Format geschafft und Aufschwung für den Start gegeben hat.

In diesem Monat stellen wir einen Song vor, für den insgesamt zwölf Rapper aus Gütersloh und der nahen Umgebung dem Ruf des Bautiel5-Sozialpädagogen Fadi Matusch und des Produzenten Marlon Johannknecht gefolgt sind, um das Projekt »Refugees Welcome« umzusetzen. Denn kaum ein anderes Thema beschäftigt die jungen Menschen zurzeit derart emotional, wie die aktuelle Flüchtlingssituation.

Entstanden sind insgesamt drei Songs, in denen ganz frei heraus Gefühle und Gedanken zum Thema verarbeitet wurden. Die einzige Vorgabe war es, nicht mehr als »8 Bars« zu schreiben, um den Rahmen innerhalb der Songs nicht zu sprengen. Die Beats steuerte Bronson XL (Marlon Johannknecht) bei, der dieses Mal für den Ablauf des gesamten Projektes die Verantwortung übernahm. Die beteiligten Rapper sind bei GT:Rappt zum Großteil keine Unbekannten, einige haben längst ihre eigenen Songs vor der Kamera zum Besten gegeben – und das durchaus in ähnlichen Themenfeldern, wie in diesem Projekt. Denn für manch einen ist die Aufarbeitung auch ein Stück der eigenen Familien-Geschichte. Einige der Rapper haben selbst einen Migrationshintergrund und ihre Eltern sind durch eine Flucht aus dem eigenen Heimatland nach Gütersloh gekommen.

Das von GüterslohTV produzierte rund achteinhalb Minuten lange Video kam allein am vergangenen Wochenende auf Facebookreichweite von 40635 Usern auf über 12.000 direkte Aufrufe mit zahlreichen positiven Rückmeldungen von Nutzern. Auch über die Webseiten von GüterslohTV und Carl wurden insgesamt 4.300 aufrufe verzeichnet. Denn klar wird eines: Die jungen Menschen haben eine Meinung – und zeigen diese auch gerne öffentlich.


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