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Nacht der Rosen

In diesem Jahr steht bei der Gütersloher Schützengesellschaft von 1832 alles im Zeichen der Rose. Und so feiern sie – als ein erstes Highlight auf dem Gütersloher Veranstaltungskalender für das Neue Jahr – ihren traditionellen Winterball als »Nacht der Rosen«

Lesedauer 2 Minuten, 26 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 10. Februar 2005
Nacht der Rosen
Foto: Randi Blomberg

In diesem Jahr steht bei der Gütersloher Schützengesellschaft von 1832 alles im Zeichen der Rose. Und so feiern sie – als ein erstes Highlight auf dem Gütersloher Veranstaltungskalender für das Neue Jahr – ihren traditionellen Winterball als »Nacht der Rosen« am Samstag, 8. Februar, im Saal der Gütersloher Tanzschule Stüwe-Weissenberg.

Ein großartiges Showprogramm und exzellente Tanzmusik sorgen für beste Unterhaltung und ein Fest der Extraklasse. Der neue Thron um das Königspaar Michaela und Daniel Schüppen versprechen wieder ein Programm auf Top-Niveau: »Erleben Sie die Gruppe ›Big-Drums‹ aus Berlin mit einem energiegeladenen Mix aus Rhythmuspower, kraftvollen Klassiksamples, fetten Elektrobeats, coolen Moves und einer Prise Humor«. Für die musikalische Unterhaltung sorgt in diesem Jahr das »Party-Symphony-Orchestra«. Ob Pop oder Schlager, gefühlvolle Songs oder mitreißende Kompositionen – sie bringen ihr Publikum in Hochstimmung. Das Party-Symphony-Orchestra begeistert vom ersten Beat an und lässt die Funken überspringen. Außerdem sorgt ein DJ für ausgelassene Stimmung bis in den frühen Morgen.

Die Gütersloher Schützengesellschaft kann auf eine lange, bewegte Geschichte zurückblicken. Als sich am 16. Juni 1832 mehr als 100 Gütersloher Bürger in einem Schreiben an den Bürgermeister Hage wandten, lagen die Befreiungskriege zwar schon weit zurück, aber die Verhältnisse waren noch nicht egordnet. Das nach Freiheit strebende Bürgertum war noch nicht zur verantwortungsbewussten Mitarbeit am Staate herangezogen worden. Unzufriedenheit, Missgunst und Neid herrschten damals in der Bevölkerung und von der großen materiellen Krise blieb auch Gütersloh nicht verschont. 1832 waren die wirtschaftlichen Verhältnisse mehr als bescheiden. Die Mehrzahl der Einwohnerinnen und Einwohner konnte isch bei niedrigen Preisen gerade das Notwendigste leisten. Gerade in schweren Zeiten ist es wichtig, jeden Einzelnen zu stärken, indem man das Miteinander in den Vordergrund stellt. In diesem Sinn war die Gründung der Gütersloher Schützengesellschaft ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der Gemeinschaft.

Kurz vor dem ersten Schützenfest hielt das Offizierskorps am 4. August 1832 eine Sitzung ab. Auf dieser Sitzung wurde beschlossen, dass die als nicht selbstständig zu betrachtenden Schützen zwar zum Vogelschießen zugelassen werden, aber nicht die Königswürde erringen können. Falls das letzte Stück des Adlers durch ihren Schuss fallen sollte, müssten sie sich mit einer Prämie von fünf Talern aus der Schützenkasse begrnügen. In diesem Falle sollte derjenige Schützenkönig werden, der das letzte Stück der Krone heruntergeschossen hatte. Es kam, wie es kommen musste: Bis 15 Uhr war das letzte Stück des Adlers noch immer nicht gefallen. König wurde der Kaufmann Karl Strenger, der zuvor die Krone geschossen hatte. Zur Königin wählte er Fräulein Charlotte Stahl. Die Königin wählte sich das Fräulen Mathilde Wilke und das Fräulein Amalia Güth zu ihren Ehrendamen.

Am 15. September 1924 erwarb der Verein für 38.000 Reichsmark ein eigenes Grundstück, den »Heidewald«. Es wurde beschlossen, dass die Kaufsumme durch Zeichnungen von Anteilsscheinen getilgt werden sollte. Im Jubiläumsjahr 2007 erschien eine Festschrift, in der die lange und bewegte Geschichte der Gütersloher Schützengesellschaft dargestellt wird. Die Chronik steht auf der Website auch als PDF-Datei zum Herunterladen bereit …

Samstag, 8. Februar, Tanzschule Stüwe-Weissenberg, Karten für 27 Euro inklusive Begrüßungssekt gibt es bei Lukarsch-Augendesign in der Kökerstraße 5, weitere Informationen im Internet unter www.stadtschuetzen.de

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