Landwirte, Jäger und Reiter kritisieren neue Wolfszahlen

  • DBV, DJV und FN fordern Meldung des günstigen Erhaltungszustandes für #Wolf nach #Brüssel

Berlin, 12. Oktober 2023

Dynamische Entwicklung wird verharmlost, da Nachwuchszahlen systematisch ausgeblendet werden. #DBV, #DJV und #FN fordern Meldung des günstigen Erhaltungszustandes für Wolf nach Brüssel. Diskussionen um vereinfachte Abschüsse nach Rissen sind unzureichend.

Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Jagdverband (DJV) und Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) kritisieren die mangelnde Aktualität der vor wenigen Tagen vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Wolfszahlen. Das derzeitige Monitoringverfahren mit Stichtag 30. April 2023 verharmlost die dynamische Entwicklung in Deutschland erheblich, da der Nachwuchs aus dem Sommer regelmäßig fehlt: Bei offiziell nachgewiesenen 231 Wolfspaaren sind das im Jahr 2023 mindestens 1.000 zusätzliche #Welpen. Demnach gibt es derzeit 2.000 bis 3.000 Wölfe in Deutschland. Deutlich wird die bundesweite Diskrepanz zudem am Beispiel Niedersachsen: 39 Wolfsrudel hat das Bundesumweltministerium offiziell vermeldet, der tagesaktuelle Wert liegt allerdings bei 50.

Für ein erfolgreiches #Wolfsmanagement in Deutschland reichen laut DBV, DJV und FN Diskussionen um vereinfachte Abschüsse nach Rissen an Weidetieren bei weitem nicht aus. Die Verbände fordern stattdessen das Bundesumweltministerium auf, für die atlantisch und kontinental biogeografischen Regionen den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs sofort an die #EU #Kommission zu melden. Die Ampelkoalition in #Berlin muss umgehend ein regional differenziertes Bestandsmanagement für den #Wolf zulassen. Ein aktuelles Gutachten des Staatsrechtlers Michael Brenner zeigt, dass dies europarechtskonform möglich ist.

DBV, DJV und FN kritisieren, dass die Politik Menschen im ländlichen Raum mit den Folgen der exponentiellen Ausbreitung von Wölfen alleine lässt. Laut aktuellen Zahlen der Dokumentationsstelle und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf gab es im Jahr 2022 einen neuen Höchstwert von über 4.000 verletzten und getöteten Nutztieren – darunter neben Schafen und Ziegen auch Rinder, Pferde und landwirtschaftlich gehaltene Wildtiere. 

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