Hermann

Südpol, Amundsen gegen Scott, die Ineffizienz des Gewollten

1911 erreichte der Norweger Roald Amundsen mit seinem Team den geographischen Südpol. Erst fünf Wochen später schaffte es sein Konkurrent Robert Falcon Scott aus Großbritannien.

Lesedauer 2 Minuten, 26 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 14. Dezember 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/32982/6272169.html
Südpol, Amundsen gegen Scott, die Ineffizienz des Gewollten
Roald Amundsen

#Südpol, Amundsen gegen Scott, die Ineffizienz des Gewollten

1911 erreichte der Norweger Roald #Amundsen mit seinem Team den Südpol. Robert Falcon Scott aus Großbritannien erreichte den Pol erst fünf Wochen später. Das Drama um das »Rennen zum Südpol«, das damals #Schlagzeilen machte, kann heute als Parabel für die Ineffizienz des »Apparates« dienen – vor allem dann wenn er besonders effektiv und effizient sein will. Scotts Expedition litt an Überelaboration.

Scott war Offizier der Marine. Seine #Expedition wurde von privaten Vereinigungen wie der »Königlich Geographischen Gesellschaft« finanziert, sie wurde aber auch vom Staat gefördert. Es gab viele Sponsoren und schon damals galt: »Viele Köche verderben den Brei«.

Scotts Expedition wurde zum überelaborierten #Mammutprojekt. Ausgestattet wurde sie mit 19 mandschurischen Ponys, die mit dem ewigen Eis nicht zurechtkamen – aber diese Pferde waren der Stolz der Armee und mussten dabeisein. Es waren auch mehr als 30 Hunde dabei – Amundsen hatte allerdings fast doppelt so viele. Die drei unausgereiften Motorschlitten, auf die man gesetzt hatte, waren nicht praktikabel. Scott und seine Kameraden verloren die Pferde, die Motorschlitten, die Hunde und schließlich ihr Leben.

Roald Amundsen gelangte auch deshalb als Erster an den Südpol, weil er – wenn man so will – das »KISS«-Prinzip umsetzte: »Keep it simple and stupid«. Fünf Männer, vier Schlitten und 54 Hunde. Ausgediente Tiere wurden von den Pionieren gegessen.

Die Briten um Scott starben hingegen den Kältetod in der »Weißen Hölle« der Antarktis. Scott starb am 29. März 1912 auf dem Ross-Schelfeis – er und sein Team waren bis zum Schluss nicht zur Fehleranalyse bereit. Die vermeidbare Katastrophe verklärte Scott in seinem Tagebuch zum »#Heldentod«: »I have done this to show what an Englishman can do.«

Roald Amundsen

Roald Engelbregt Gravning Amundsen, geboren am 16. Juli 1872 in Borge, Norwegen, gestorben vermutlich am 18. Juni 1928 nahe der »Bäreninsel«, war ein norwegischer Seemann und Polarforscher.

Gemessen an den bei seinen Expeditionen erreichten Zielen ist Amundsen der erfolgreichste Entdeckungsreisende in Arktis und Antarktis. Er durchfuhr als Erster die Nordwestpassage, als Zweiter nach Adolf Erik Nordenskiöld auch die Nordostpassage und erreichte am 14. Dezember 1911, vor seinem britischen Rivalen Robert Falcon Scott, mit vier Begleitern als erster Mensch den Südpol. Da weder Robert Peary noch Frederick Cook oder Richard Byrd ihre Ansprüche eindeutig belegen konnten, zählt Amundsen möglicherweise auch zu den ersten Menschen am Nordpol, den er als Leiter eines transarktischen Fluges im Luftschiff Norge zusammen mit 15 weiteren Expeditionsteilnehmern am 12. Mai 1926 erreichte. Amundsen kam 1928 bei einem Rettungsflug für den in Not geratenen italienischen Polarforscher Umberto Nobile ums Leben.

Robert Scott

Robert Falcon Scott, geboren am 6. Juni 1868 in Devonport bei Plymouth, England, gestorben am 29. März 1912 auf dem Ross-Schelfeis, Antarktis, war ein britischer Marineoffizier und Polarforscher. Er leitete die »Discovery-Expedition« von 1901 bis 1904 und die »Terra-Nova-Expedition« von 1910 bis 1913, zwei Forschungsreisen während des sogenannten »Goldenen Zeitalters der Antarktisforschung«. Er zählt zu den ersten zehn Menschen, die den Südpol erreichten. Scott wurde in seiner Heimat durch seinen als heroisch dargestellten Tod jahrzehntelang zum selbstaufopfernden Nationalhelden stilisiert. Erst Ende des 20. Jahrhunderts begann eine differenziertere Betrachtung und Neubewertung seiner Person.

#Imperten #Impertentum

Salenti

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