Salenti

Die Überzeugung der Leute und die Fatalität des »Bösen«

Was die Leute so sind

Lesedauer 2 Minuten, 12 Sekunden, Artikel zuletzt bearbeitet am 14. Juli 2021, DOI: https://www.guetsel.de/content/24196/8333085.html
Die Überzeugung der Leute und die Fatalität des »Bösen«

Es gibt einen zutiefst weisen Satz, der angeblich einem Kaiser bei der Krönung gesagt wurde: »Sire! Die Leute, die Ihnen bei der Krönung zujubeln, sind dieselben Leute, die dem Henker zujubeln werden, wenn er Sie köpft!« …

Was die Leute schon so alles waren … überzeugte Anhänger des Kaisers, dann überzeugte Demokraten, dann überzeugte Nazis, dann über Nacht überzeugte Nicht-Nazis und wieder überzeugte Demokraten, darüber hinaus durchgehend überzeugte Anti-Kommunisten, nun auch überzeugte Anti-Rassisten … aktuell überzeugte Anhänger alles Möglichen … vor allen Dingen von allem und nichts. Je nach Tageslage.

Und was die Geschichte zeigt: Die Leute sind – vor allem wenn es ums »Böse« geht – zu allem fähig, was man sich ausmalen kann. Zu allem. Da gibt es kein Halten. Sie sind keine »Mitläufer«, keine »schweigende Mehrheit«, sie sind die Täter. Beispielsweise hat Hitler persönlich niemanden vergast. Er persönlich hat keinen einzigen Schuss abgegeben. Na gut … doch. Einen Schuss hat er abgegeben.

Insofern haben wir es mit keiner »Banalität des Bösen« zu tun. Wir haben es mit dem »Bösen der Banalität« zu tun. Das »Böse« ist ganz und gar nicht banal. Das zu sagen, ist verächtlich. Im konkreten Kontext: Das »Böse«, also die Vernichtung der Juden oder der Zweite Weltkrieg, waren nicht banal. Sie waren fatal. Zumal der Mensch nun einmal »gut« und »böse« ist. Beides gleichzeitig.

Wenn es hingegen ums »Gute« geht, sind die Leute zu erschreckend wenig fähig. Im Kreise ihrer »Nächsten« vielleicht. Oder man spendet mal was für die »Negerkinder« (Zitat Harald Schmidt), deren Vorfahren man früher im Wandel der Überzeugungen fröhlich versklavt, ausgebeutet und abgeschlachtet hat. Aber Leid, Krieg und Hunger sind im Weltkreis nach wie vor an der Tagesordnung.

Was man Hitler vorwirft? Dass er den Krieg verloren hat. Warum man Stalin hasst? Weil er Hitler beseitigt hat. Weil er sowieso viel schlimmer als Hitler war. Und der war ja bekanntlich ohnehin nur ein »Vogelschiss« in der deutschen Geschichte. Manchen Zeitgenossen ist er ja nach wie vor durchaus sympathisch. Nicht nur hierzulande, sondern in der ganzen Welt. Und zwar in der ganzen Welt. So berichtet Richard Dawkins beispielsweise von einer vollverschleierten Demonstrantin in einem islamischen Land, die ein Transparent mit der Aufschrift »Gott segne Hitler« trug. Das mag nicht auf ihrem Mist gewachsen sein, aber auf irgendjemandes Mist ist es gewachsen.

Leider scheint es unmöglich zu sein, die Leute zu überzeugten Humanisten, Pazifisten, Intellektuellen oder sonstigem zu machen. Auch das wurde ja nun oft genug versucht. Es gibt solche Leute. Aber die kann man sprichwörtlich an den Fingern einer Hand abzählen. Sie gelten als naive Idealisten und als Spinner. Vielleicht sogar zu Recht? Vielleicht soll es so sein? Der Buddha hat gesagt: »What is, is, what is not, is not«.

Salenti

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