Fakten zum Welttag des Brotes 2022 am 16. Oktober

Seit 2006 ruft der Weltverband der Bäcker und Konditoren UIBC (International Union of Bakers und Confectioners) mit Sitz in Madrid den 16. Oktober zum Welttag des Brotes aus. Denn am 16. Oktober 1945 wurde die Welternährungsorganisation der vereinten Nationen (FAO) gegründet. Deren Motto und Logo: »Fiat panis« – lateinisch für: »Es werde #Brot«. Ziel des Welttages des Brotes ist es, auf die Bedeutung des Brotes für die menschliche Ernährung hinzuweisen.

Bedeutung des Brotes für die Ernährung

Brot ist sehr hochwertig und unter anderem der wichtigste Ballaststofflieferant in unserer #Ernährung. Je nach Sorte enthält es 3,5 Gramm bis 8,1 Gramm Ballaststoffe je 100 g. Zum Vergleich: Ein Apfel kommt nur auf 2 Gramm Ballaststoffe je 100 Gramm. Brot enthält zudem kaum Fett, dafür aber eine Vielzahl von Vitaminen, unter anderem #Thiamin (Vitamin B 1), das für ein intaktes Nervensystem wichtig ist. Dazu kommen weitere #Vitamine, #Mineralstoffe und Spurenelemente.

Neben #Mais und #Reis ist kein anderes #Getreide so wichtig für die Welternährung wie der Weizen. Alleine der Brotweizen deckt 20 Prozent des weltweiten Kalorienkonsums der Menschen! Dort, wo es zu wenig Brot gibt, herrscht Hunger. Laut Welthungerorganisation litten 2021 bis zu 828 Millionen Menschen unter chronischem Hunger. Der #Ukraine Konflikt verstärkt dies noch.

Kleine Brotgeschichte zum Welttag des Brotes

Die Menschheit ernährt sich bereits seit rund 22.000 Jahren von Brot. Die Menschen der Steinzeit haben dazu wild wachsende Süßgräser gesammelt, gemahlen, mit Wasser vermischt und auf heißen Steinen zu Fladenbroten gebacken. Erst durch die »Erfindung« der #Landwirtschaft, die in der Jungsteinzeit 9.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung begann, wurde das Getreide zum Backen gezielt angebaut. Die Menschen wurden deswegen sesshaft und gründeten Siedlungen. Später haben die Ägypter durch die Nutzung von Backöfen und Kultivierung des Sauerteigs die Brotbackkunst entscheidend vorangebracht.

Deutsche Brotkultur als #Kulturerbe

Deutschland ist heute das Land mit der größten Brotvielfalt weltweit. Grund dafür sind einerseits die unterschiedlichen Bodenbedingungen: In Deutschland wächst nicht nur #Weizen, sondern auch Roggen. Das Mischbrot als typisch deutsches Brot besteht aus beiden Getreidearten. Doch auch die Kleinstaaterei des Mittelalters sowie das dreigliedrige Ausbildungssystem mit Lehrling, Geselle und Meister tragen zur Brotvielfalt bei. Im Brotregister des Deutschen Brotinstituts finden sich mehr als 3.000 verschiedene Brotsorten, die jeden Tag in Deutschland gebacken werden.

Im Jahr 2014 wurde die Deutsche Brotkultur sogar von der Deutschen #UNESCO Kommission in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen.