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Alfons Holtgreve


S wie Samson. Eine Hommage an das »interessante Haus« …

Artikel vom 11. 2. 2018
Alfons Holtgreve
Im März zu Gast im der Galerie des Haus Samson des Kunstvereins Gruppe 13 ist der Ausnahmekünstler Alfons Holtgreve von der Fläche zur Linie, zum Punkt.

Die Ausstellung seiner Papierschnitte ist benannt nach dem Buchtitel Kandinskys »Punkt und Linie zu Fläche« in umgekehrter Folge: von der Fläche zur Linie, zum Punkt. Alfons Holtgreves Schaffensprinzip folgt André Gides Ausspruch: Jedes Kunstwerk ist die Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und dem lieben Gott. Je weniger der Künstler dazu beiträgt, umso besser.

Alfons Holtgreve ist 1955 in Warburg/Westf. geboren, studierte zunächst Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, sodann an der Kunsthochschule Kassel. Er schloss sein Studium der visuellen Kommunikation bei den Professoren Hans Hillmann, Gunter Rambow, Jan Lenica ab mit einer Arbeit zum Thema »Schöpferisches Zwiegespräch mit den Gedichten Pablo Nerudas.« Seit 1982 freischaffend tätig als Illustrator u.a. für Nike, Philips, die FAZ, Mercedes Benz, Fischer Taschenbuch Verlag, dtv, FAS … Von 1985 – 2004 Gastprofessuren an der Uni Oldenburg, HfG Offenbach, Kunsthochschule Kassel. Seit 2004 Haus- und Hof-Künstler am Dornröschenschloss Sababurg im Reinhardswald (Märchenrundgang mit Stahlschnitten). Da gibt es die illustrativen Beiträge für den »Westfalenspiegel«, die Coverarbeiten zum Beispiel für Fischer-Taschenbücher oder die Covers für die Reihe der Lippe-Krimis.

Dirk Schümer, früher FAZ, jetzt WELT-Kulturjournalist, charakterisiert Alfons Holtgreves Werk in seiner eigenen Sprache: »Alfons Holtgreves Bilder sind Scherenschnitte. Doch anders als die Silhouettenkünstler des 18. Jahrhunderts ist Holtgreve an den individuellen Zügen seiner Mitmenschen nicht interessiert. Seine Kunst – gleichfalls eine «arte povera« – arbeitet mit einfachen Mitteln Archetypen heraus: Verhuckte Albträume kriechen aus Köpfen; erhabene Engel stürzen; Eva balanciert mit dem Apfel; die Freude tanzt, die Liebe küsst; die Depression verkriecht sich.(…) Unsere heikle und sensible Innenwelt ist – allen persönlichen Stilisierungen zum Trotz – bevölkert mit den allgemeinen Ängsten und Stimmungen, denen seine Figurinen Gestalt verleihen«. Zu ergänzen ist: die pure Lebensfreude, das pralle Leben, die Lebenslust finden ihren Ausdruck im Scherenschnitt mit Leichtigkeit, mit Eleganz. Medizin ohne Rezept.

Genießen Sie die Werke dieses außergewöhnlichen Künstlers in der Galerie der Gruppe 13 im Haus Samson in Herzebrock-Clarholz. Die Ausstellungseröffnung ist am Freitag, den 16. März um 19 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist wie immer kostenlos.

Von der Linie zur Fläche zum Punkt - Alfons Holtgreve aus Warburg

16. März bis 29. April 2018

Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag/Mittwoch 15 bis 18 Uhr

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 16. März 19 Uhr

Kunstverein Gruppe 13 e.V.
Galerie im Haus Samson
An der dicken Linde 3
33442 Herzebrock-Clarholz

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