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Kein Abschluss ohne Anschluss: Erfahrungsberichte zur Berufsfelderkundung


»Wer ausbildet, kann auch Eintages-Praktika anbieten« …

Artikel vom 10. 10. 2017
Kein Abschluss ohne Anschluss: Erfahrungsberichte zur Berufsfelderkundung
Alena Miorini, Claudia Fuchs, Sabine Bothe-Liebig, Anke Kniepkamp, Werner Roggenkamp, Muhamet Jusufi, Markus Aydin, Elias Kanzler, Maximiliana Schell und Antje Haskenhoff-Häußer teilten ihre Erfahrungen mit der Berufsfelderkundung.
»Personalentwicklung ist bei uns Chefsache. Die Berufsfelderkundung ist der Einstieg ins Personalmarketing«, betonte Fritz Husemann. Der Chef des 200 Mitarbeiter zählenden Unternehmens aus Gütersloh hatte nicht nur seine Personalchefin ins Kreishaus geschickt, sondern war persönlich erschienen, um für das Programm zu werben. Auf der vierten Informationsveranstaltung zur Berufsfelderkundung im Kreishaus tauschten Unternehmer, Schüler und Bildungsträger ihre Erfahrungen und Eindrücke aus, die sie bei den eintägigen Praktika gesammelt hatten. »Der Aufwand ist nicht unerheblich, aber angemessen«, bekräftigte Husemann weiter. Schließlich schaffen einige Teilnehmer der Berufsfelderkundung später den Sprung in die Ausbildung. Sein Unternehmen setzte vor allem auf eigene Auszubildende und daher sei es wichtig, früh einen Kontakt herzustellen. Die Berufsfelderkundung – drei Eintages-Praktika – ermöglicht es Schülern, unterschiedliche Betriebe kennenzulernen.

Alena Miorini, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmerverbandes für den Kreis Gütersloh, begrüßte rund 80 Teilnehmer und warb eindringlich für die Berufsfelderkundung: »Wer ausbildet, kann auch diese Minipraktika anbieten. Die Schüler sind schließlich die Fachkräfte von morgen.« Auch beschrieb sie die Berufsfelderkundung als »lernenden Prozess« und erinnerte an Anfangsschwierigkeiten des Programmes wie fehlende Sicherheitsschuhe für die Schüler – die kleinen Größen waren einfach nicht vorrätig.

Sabine Bothe-Liebig, Personalleiterin bei Güth & Wolf, stellte die Angebote und den Ablauf der Berufsfelderkundung in dem Gütersloher Unternehmen vor. Güth & Wolf beschäftigt über 300 Mitarbeiter und führt die Berufsfelderkundungen schon von Beginn an durch. Bothe-Liebig konnte aus ihren Erfahrungen den Teilnehmern konkrete Tipps zur Durchführung geben. Im Laufe des Tages lernen die Schüler Auszubildende, Mitarbeiter und Meister kennen und können sich über den Bewerbungsprozess informieren. »Die Berufsfelderkundung ist für uns genauso wie das Praktikum eine wichtige und erfolgreiche Maßnahme zur Nachwuchsgewinnung.«

Die Schüler bekommen an den Berufserkundungstagen vor allem die Möglichkeit praktisch und betriebsnah zu arbeiten. Sie fertigen im Rahmen der Eintages-Praktika oftmals Werkstücke. Bei der Firma Güth & Wolf zum Beispiel können die Schüler in der Weberei Bänder für Schlüsselanhänger fertigen und bei der Firma Husemann Fahrradschlösser oder Schlüsselkästen in Form eines Schaltkastens.

Ein solches Werkstück, ein selbst gefertigtes Namensschild aus Holz, hat auch Muhamet Jusufi mitgebracht. »Ich will Tischler werden«, unterstrich Muhamet Jusufi seinen Berufswunsch während eines Interviews auf der Bühne des großen Sitzungssaals im Kreishaus. Der Schüler der Hauptschule Ost war standesgemäß in Arbeitsklamotten samt Sicherheitsschuhen zu der Fachtagung gekommen: Sein Lehrer hatte ihn direkt von seinem Praktikumsbetrieb abgeholt: Durch die Berufsfelderkundung hatte er erstmals Kontakt mit dem Holzbereich. Er hat seine Berufsfelderkundung bei einem Bildungsträger, der ash in Gütersloh, gemacht. Dadurch konnte er erste Einblicke erhalten und absolviert nun sein dreiwöchiges Betriebspraktikum bei der Tischlerei Temme (Gütersloh). Zwar konnten nicht alle Schüler im Anschluss an ihren Tag im Betrieb einen so klaren Berufswunsch äußern wie Muhamet Jusufi, doch berichteten alle Schüler davon, dass sie die Erfahrung der Berufsfelderkundung für ihre Berufsorientierung nutzen konnten. Durch die breite Staffelung der möglichen Berufsfelder wird den Schülern ermöglicht, verschiedenen Berufsrichtungen nachzugehen oder diese, bei fehlendem Interesse, nicht mehr zu verfolgen. Die Erfahrungsberichte seitens der Schüler, Unternehmen und auch Bildungsträger signalisieren, dass das Programm für viele eine Hilfe sein kann. Zum einen eine Hilfe über die Entscheidung des weiteren Berufswegs der Schüler, zum anderen eine Hilfe für die Unternehmen die Fachkräfte von morgen früh kennen zu lernen und mit ihnen in Kontakt zu kommen.

Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Vertreter der Schulen, Unternehmen und Bildungsträger aus dem Kreis Gütersloh die Möglichkeit sich an Stehtischen geordnet nach Regionen kennenzulernen, ihre Erfahrungen auszutauschen und über mögliche Verbesserungen an dem Programm zu sprechen.

Zum Thema: Berufsfelderkundung

Die Berufsfelderkundung ist Bestandteil des Landesprogramms Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) NRW. Die Veranstaltung wurde organisiert durch den Arbeitskreis Berufsfelderkundung, in Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband Kreis Gütersloh und der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf des Kreises Gütersloh.

Das Landesprogramm verschafft 4.000 Schülern des 8. Jahrgangs die Möglichkeit an drei Tagen einen Einblick in ein von ihnen ausgewähltes Berufsfeld zu bekommen. Die Unternehmen und Bildungsträger schaffen also jährlich 12.000 Plätze für die Berufserkundung.

Schüler und Unternehmen finden zum einen online über ein Buchungsportal zusammen. In dieser Praktikumsplatzbörse ist leicht einzusehen, welche Plätze was bieten und ob sie noch frei sind. Zum anderen gibt es persönliche Absprachen zwischen den einzelnen Schülern oder Schulen mit den Unternehmen.

Auch Eltern sollen als Netzwerkpartner genutzt werden, um Plätze zu finden. Die Schüler können sich zwischen verschiedenen Berufsfeldern entscheiden und aus diesen drei auswählen.

Termine zum Schuljahr 2017/18 finden sich über das Buchungsportal: https://kreis-guetersloh.bfe-nrw.de

Schulen können die Durchführung auch zu anderen Terminen planen.

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